Taxifahrer als Nebenjob – Verdienst und Voraussetzungen

Taxifahrer als Nebenjob

Taxi fahren klingt zunächst nach einem unkomplizierten Nebenjob. Du steigst ins Auto, holst Fahrgäste ab und wirst für deine Arbeitszeit bezahlt. Tatsächlich hängt der Verdienst aber stark von Arbeitszeiten, Nachfrage, Trinkgeld und dem jeweiligen Beschäftigungsmodell ab. Außerdem brauchst ein Taxifahrer auch einige Voraussetzungen, bevor du überhaupt Fahrgäste befördern darfst. Ich schaue deshalb genauer hin und zeige dir, was vom Taxifahren als Nebenjob wirklich zu erwarten ist.

Für Schnellleser – die wichtigsten Punkte im Nebenjob als Taxifahrer

  • Als Taxifahrer kannst du vor allem abends und am Wochenende nebenbei arbeiten.
  • Für die gewerbliche Personenbeförderung brauchst du einen P-Schein.
  • Verdienst und Trinkgeld hängen stark von Einsatzzeit und Nachfrage ab.
  • Der Nebenjob passt nicht zu jedem, kann aber finanziell interessant sein.
Taxifahrer, Taxifahren als Nebenjob

Taxifahrer als Nebenjob: Wie funktioniert der Job?

Als Taxifahrer beförderst du Fahrgäste innerhalb deiner Stadt oder Region. Dein Arbeitgeber stellt normalerweise das Taxi und organisiert die Fahrten. Je nach Unternehmen arbeitest du dabei auf festen Schichten oder vereinbarst deine Einsatzzeiten flexibler. Aktuelle Stellenangebote zeigen sowohl Teilzeit- als auch Aushilfsmodelle. Besonders häufig finden sich Einsätze am Abend, nachts und am Wochenende.

Gerade für einen Nebenjob kann diese zeitliche Struktur interessant sein. Wenn du unter der Woche einen Hauptberuf hast, passen Freitag- und Samstagabend beispielsweise gut in den Kalender. Allerdings bedeutet eine passende Schicht nicht automatisch einen hohen Verdienst. Entscheidend bleibt, wie viele bezahlte Stunden du tatsächlich arbeitest und welche Vergütung dein Arbeitgeber anbietet.

Auch die Nachfrage unterscheidet sich deutlich nach Region und Uhrzeit. In einer Großstadt können Veranstaltungen, Wochenenden und Nachtstunden für mehr Fahrten sorgen. Auf dem Land kann die Situation ganz anders aussehen. Deshalb lässt sich der Nebenjob nicht allein anhand eines bundesweiten Durchschnitts beurteilen.

Was verdient ein Taxifahrer?

Beim Verdienst gibt es deutliche Unterschiede. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist für Taxifahrer aktuell ein Medianentgelt von 2.294 Euro brutto im Monat bei Vollzeit aus. Diese Zahl hilft als Orientierung für den Beruf, sagt aber wenig über einen Nebenjob aus. Teilzeit, Region, Arbeitszeiten und Vergütungsmodell verändern das Ergebnis deutlich.

Aktuelle Stellenangebote zeigen die Bandbreite recht gut. Eine Ausschreibung nennt beispielsweise 13,90 Euro pro Stunde für eine Teilzeitstelle am Wochenende. Ein anderes Taxiunternehmen wirbt mit 12 Euro Grundlohn plus Zuschlägen und nennt bis zu 20 Euro pro Stunde als mögliche Vergütung. Wieder andere Angebote arbeiten mit einer Umsatzbeteiligung.

Damit solltest du bei einem Nebenjob genau hinschauen. Ein hoher Stundenlohn kann attraktiv wirken, während ein niedrigerer Grundlohn durch Zuschläge oder Trinkgeld ergänzt wird. Entscheidend ist deshalb nicht die beste Werbeziffer, sondern das Einkommen, das du unter deinen tatsächlichen Arbeitsbedingungen erzielst.

Die Angaben zu Verdiensten und Zahlen sind auf Stand August 2026.

Wann lohnt sich Taxifahren finanziell?

Der interessante Punkt liegt deshalb nicht nur beim Stundenlohn. Gerade beim Taxifahren können die Einsatzzeiten den Unterschied machen. Wer beispielsweise am Freitag- oder Samstagabend arbeitet, trifft auf andere Nachfrage als jemand, der tagsüber unter der Woche fährt. Ein ehemaliger Taxifahrer beschreibt in einem Erfahrungsbericht genau diese Wochenendnächte als besonders arbeitsintensive Zeit.

Auch Trinkgeld kann den Verdienst erhöhen. Darauf solltest du dich allerdings nicht als festen Lohnbestandteil verlassen. Die Höhe hängt von den Fahrgästen, der Region und der jeweiligen Situation ab. Deshalb würde ich Trinkgeld eher als zusätzlichen Bonus betrachten und nicht in eine sichere Stundenlohnrechnung einbauen.

Interessant wird der Nebenjob vor allem dann, wenn du die stärkeren Zeiten nutzen kannst. Ein Nebenjob mit wenigen, aber gut passenden Schichten kann finanziell sinnvoller sein als viele Stunden zu ungünstigen Zeiten. Genau deshalb solltest du vorab prüfen, welche Arbeitszeiten das Taxiunternehmen tatsächlich anbietet und wie sich der Verdienst zusammensetzt.

Taxifahrer, Taxifahren als Nebenjob

Welche Voraussetzungen brauchst du als Taxifahrer?

Für Taxifahrten reicht dein normaler Führerschein nicht aus. Du brauchst zusätzlich die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung, um gewerblich Fahrgäste mit einem Taxi zu befördern. Das schreibt § 48 der Fahrerlaubnis-Verordnung vor.

Für die Erteilung gelten weitere Voraussetzungen. Dazu gehören unter anderem ein Mindestalter von 21 Jahren und grundsätzlich ein seit mindestens zwei Jahren bestehender Führerschein der Klasse B. Hinzu kommen je nach Fall weitere Nachweise und Prüfungen. Die konkrete Beantragung läuft über die zuständige Fahrerlaubnisbehörde.

Damit entsteht bereits eine erste Hürde vor dem eigentlichen Nebenverdienst. Du solltest deshalb nicht nur fragen, wie viel du später pro Stunde verdienen kannst. Auch die Kosten und der Zeitaufwand für die erforderliche Fahrerlaubnis gehören in deine Rechnung. Manche Taxiunternehmen unterstützen Bewerber dabei oder helfen bei den notwendigen Schritten.

Taxifahrer als Minijob oder Teilzeit

Wenn du das Taxifahren nur neben deinem Hauptberuf machen möchtest, bietet sich eine Anstellung an. Du erhältst einen vereinbarten Lohn und musst dich nicht selbst um ein eigenes Taxi, die Abrechnung oder die komplette Organisation kümmern. Aktuelle Stellenangebote zeigen ausdrücklich Modelle für Teilzeit, Aushilfe und Minijob.

Gerade für den Einstieg finde ich dieses Modell interessant. Du kannst die Tätigkeit zunächst ausprobieren und bekommst einen realistischen Eindruck vom Arbeitsalltag. Gleichzeitig bleibt dein Haupteinkommen bestehen. Wenn dir die Arbeit gefällt, kannst du später immer noch mehr Stunden übernehmen.

Allerdings solltest du deinen Hauptjob und die Nebentätigkeit gemeinsam betrachten. Arbeitszeiten aus beiden Beschäftigungen zählen grundsätzlich zusammen. Finanztip weist außerdem darauf hin, dass Arbeitnehmer ihren Nebenjob je nach Arbeitsvertrag dem Hauptarbeitgeber anzeigen oder genehmigen lassen müssen. Auch hier entscheidet also nicht nur der mögliche Zusatzverdienst.

Was bleibt nach einem Nebenjob wirklich übrig?

Bei einem angestellten Taxifahrer fällt die Rechnung vergleichsweise einfach aus. Du erhältst deinen vereinbarten Lohn und gegebenenfalls Zuschläge. Bei einem Minijob können zudem besondere Regeln für Steuern und Sozialversicherung gelten. Die konkrete Behandlung hängt allerdings von deinem Beschäftigungsmodell und deinem gesamten Arbeitsverhältnis ab.

Viel wichtiger ist deshalb die persönliche Rechnung. Angenommen, du arbeitest zweimal im Monat jeweils acht Stunden und erhältst 15 Euro pro Stunde. Dann entstehen zunächst 240 Euro Bruttolohn. Trinkgeld kann hinzukommen, sollte deine Kalkulation aber nicht tragen. Gleichzeitig musst du den zeitlichen Aufwand außerhalb der Schicht berücksichtigen.

Wenn du beispielsweise lange Anfahrten hast oder regelmäßig zusätzliche Zeit für die Fahrt zum Taxiunternehmen benötigst, sinkt dein effektiver Stundenlohn. Genau deshalb solltest du nicht nur den Lohnzettel betrachten. Rechne stattdessen mit der gesamten Zeit, die du für den Nebenjob aufwendest.

Lohnt sich Taxifahren als Nebenjob?

Für mich kann Taxifahren durchaus ein interessanter Nebenjob sein. Die Tätigkeit lässt sich grundsätzlich mit Teilzeit- und Aushilfsmodellen verbinden. Aktuelle Stellenangebote zeigen außerdem, dass Unternehmen gezielt Fahrer für Abend-, Nacht- und Wochenendschichten suchen.

Finanziell hängt jedoch viel vom jeweiligen Standort und den Arbeitszeiten ab. Wer genau dann fährt, wenn viele Menschen unterwegs sind, kann bessere Bedingungen vorfinden. Dazu kommen mögliche Zuschläge und Trinkgelder. Gleichzeitig kostet die notwendige Fahrerlaubnis zunächst Geld und Zeit. Außerdem solltest du prüfen, ob die Schichten mit deinem Hauptberuf und deinem Privatleben zusammenpassen.

Ich würde Taxifahren deshalb zunächst als Test betrachten. Eine begrenzte Zahl an Schichten zeigt dir schnell, wie hoch dein tatsächlicher Verdienst ausfällt und wie gut die Tätigkeit zu deinem Alltag passt. Wenn die Rechnung stimmt, kannst du den Nebenjob ausbauen. Wenn nicht, hast du ebenfalls etwas gelernt.

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Mein Fazit: Taxifahren kann sich rechnen

Taxifahren ist kein Nebenjob, bei dem du einfach einsteigst und automatisch gutes Geld verdienst. Die aktuellen Stellenangebote zeigen zwar interessante Teilzeit- und Aushilfsmodelle. Gleichzeitig unterscheiden sich Stundenlohn, Zuschläge und Arbeitszeiten erheblich.

Besonders interessant finde ich die Möglichkeit, gezielt stark nachgefragte Zeiten abzudecken. Wer beispielsweise nur am Wochenende arbeitet, kann seinen Nebenjob relativ klar vom Hauptberuf trennen. Allerdings solltest du den möglichen Verdienst immer gegen den zeitlichen Aufwand und die Kosten für den Einstieg rechnen.

Für mich ist Taxifahren deshalb ein klassischer Nebenjob mit echtem Verdienstpotenzial, aber ohne Geldautomat-Effekt. Wenn du gerne Auto fährst, mit Menschen umgehen kannst und flexible Arbeitszeiten suchst, kann sich ein Versuch lohnen. Entscheidend bleibt am Ende eine einfache Rechnung: Was verdienst du tatsächlich für die Zeit, die du dafür einsetzt?


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