Über mich
Vom Dorfkind zur finanziellen Unabhängigkeit
Auf einen Blick
Ich bin Harti, Kriminalbeamter und Familienvater. Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof in einem schwäbischen Dorf. Ich habe mit Hauptschulabschluss und Lehre bei null angefangen und bin heute durch ETFs und Immobilien finanziell unabhängig. Auf Kapitalfuchs schreibe ich über Vermögensaufbau für Normalverdiener mit Familie: aus eigener Erfahrung, mit meinen Fehlern und mit Quellen, wo es sie gibt.

Dorf und Hof
Ich bin Dorfkind in einem kleinen schwäbischen Dorf und auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen. Meine Eltern mussten immer arbeiten, 365 Tage im Jahr. Für uns Kinder war wenig Zeit, und trotzdem reichte das Geld nie. Urlaub gab es nie, Ausflüge selten, zu Weihnachten wenig, an Ostern fast nichts, zum Geburtstag eine Kleinigkeit. Hobbys gab es nicht, nur Arbeit.
Ich habe mit angesehen, wie die Banken der Misswirtschaft zusahen und regelmäßig verkündeten, dass wieder ein Stück Land verkauft werden muss, um Schulden zu tilgen. Finanzbildung gab es keine, im Betrieb nicht und zu Hause nicht. Das führte zu Streit zwischen meinen Eltern, und das hat mich geprägt. Mir war früh klar: Ohne Geld geht es nicht, und ohne Geld gibt es nur Probleme. Meine Eltern sind leider viel zu früh gestorben. Vielleicht, weil sie sich zu Tode gearbeitet haben, vielleicht auch an ihren Geldsorgen.
Eine Szene hat mich besonders geprägt: Weihnachten in den Achtzigern, ich war bei meiner Oma. Eine Frau klingelte, sagte, sie habe Hunger und bitte um Geld. Meine Oma gab ihr eine Semmel. Als die Frau das Haus verließ, warf sie die Semmel weg. Ich habe die Bilder bis heute vor Augen, obwohl es fast 40 Jahre her ist.
Mein erstes Geld
Kindheit in den Achtzigern und Neunzigern heißt: kein Internet, viel draußen, Fußball, Verstecke bauen, Fahrrad. Wenn die Freunde zum Baden gingen, musste ich oft auf dem Hof helfen. Beim Nachbarn gab es einen PC, da durften wir manchmal Formel 1 zocken, wenn wir nicht gerade mit seiner Eisenbahn spielten.
Mein erstes Geld habe ich als Ministrant verdient: ein paar Pfennig fürs Mesnern, bei Hochzeiten richtig viel, einige Zehn-Mark-Scheine, an Heilig Dreikönig Geld und Süßigkeiten, die bis zur Fastenzeit eingeteilt wurden. Für den Verkaufswagen einer Bäckerei habe ich Prospekte ausgetragen, bezahlt wurde mit dem Kuchen, der übrig blieb. Dazu kamen Freundinnen meiner Oma, denen ich im Haushalt geholfen habe, mit Vorhängen, mit dem Auto waschen. Mit zwölf oder vierzehn habe ich das Gemeindeblatt ausgetragen.
Objektiv war das wenig. Für mich war es viel, und ich habe gelernt: Einsatz bedeutet Geld. Meine Oma hat mir, ohne es zu wissen, immer wieder Jobs verschafft und damit den Grundstein für meinen finanziellen Erfolg gelegt, obwohl sie selbst wenig hatte. Danke, Oma.
Ein Mentor oder jemand, der mir gezeigt hätte, wie es geht, fehlte. Erst viel später habe ich erfahren, dass es schon jemand aus meiner Familie geschafft hatte: ein Onkel, der mit 17 in die Stadt gezogen ist und seinen Weg gemacht hat. Auch ihm hat man gesagt, das schaffe er nicht. Er hat es trotzdem getan.
Schule
Ich war einer der schlechtesten Schüler der Grundschule, später der Hauptschule. Die meiste Zeit verbrachte ich vor der Tür, weil ich ständig den Unterricht störte. Dazu kamen körperliche Strafen durch Lehrer und der Satz, ich sei nichts wert, weil ich nicht aus bestem Haus stamme. Ich hatte einen Sprachfehler und musste zum Logopäden, mit den entsprechenden Witzen, die nicht witzig waren und mein Selbstbewusstsein massiv drückten. Da meine Kinder den Kapitalfuchs auch lesen, belasse ich es dabei.
In der siebten Klasse hatte ich eine empathische Lehrerin, der ich unendlich viel verdanke. Sie erkannte als Einzige, was in mir steckt, und gab mir mit Zuckerbrot und Peitsche zu verstehen, dass ich für mein Leben selbst verantwortlich bin und alles schaffen kann, wenn ich will. Aber ich müsse diesen Schulabschluss schaffen. Mit zwölf habe ich das nicht erkannt. Ich habe ihr vertraut, und sie hatte recht: Ich schaffte den qualifizierenden Hauptschulabschluss.
Lehre und Polizei
Ich begann eine Lehre als Zerspanungsmechaniker bei einem Weltunternehmen. Meine Leistungen wurden nicht schlagartig besser, aber zunehmend. Ich wurde älter, reifer und lernte, mit Stärken und Schwächen umzugehen. Am Ende war ich der Einzige meines Ausbildungsjahrgangs, der noch in der Firma war und einen langfristigen Vertrag bekam, und im Akkord habe ich mehr verdient als meine Kumpels. Auf Dauer war mir der Job zu monoton.
Damals gab es noch die Wehrpflicht, ich wurde als T1 gemustert, also überall verwendbar. Dann wurde ich privat selbst Opfer von Gewalt. Es hätte schlecht ausgehen können. Das war der Hauptgrund, warum ich zur Polizei wollte: Ich war entschlossen, dauerhaft für Gerechtigkeit zu sorgen. Aus Umfeld und Verwandtschaft hörte ich nur: nichts für dich, zu gefährlich, mit deiner Kindheit und deinen schulischen Leistungen nicht machbar. Ich habe es trotzdem versucht. Meine Schriftbild war damals noch nicht gut, aber den Test im logischen Denken habe ich mit 1,0 abgeschlossen. Dieses Gefühl kann ich kaum beschreiben: Meine Lehrerin hatte also doch recht. Ich konnte es schaffen, ich, der Bauernsohn, der als dumm galt und sich vor den Gymnasiasten versteckt hatte, und ich habe in der Prüfung bereits ehemalige Gymnasiasten hinter mir gelassen.
Polizei
Kurz nach der Jahrtausendwende ging ich also zur Polizei. Wehrdienst musste ich dadurch nicht leisten. Es folgten spannende und auch langweilige Einsätze bei der Bereitschaftspolizei, dann viele Jahre als Streifenpolizist. Später ging es an die Hochschule, und heute darf ich mich Akademiker nennen. Ich, an dem gezweifelt wurde, der keinen halbwegs fehlerfreien Satz zu Papier brachte ist nun Akademiker geworden. Schon im Studium habe ich mich allerdings mehr mit Steuern und Immobilien beschäftigt als mit dem trockenen Pflichtprogramm. Von Kommilitonen hörte ich dort zum ersten Mal von Bitcoin.
Heute bin ich Kriminalbeamter. Ich bin loyal, aber wegen meiner beruflichen Vorgeschichte doch weiterhin Pragmatiker und lösungsorientiert. In meinem Beruf geht es für mich um Sinn: anderen helfen, die Welt vielleicht auch noch ein kleines Stück besser machen. Das ist auch der Grund weshalb ich weiter arbeite. Geld verdienen alleine ist das schon lange nicht mehr, ich kann mir das leisten, weil ich finanziell unabhängig bin.
Musik
Obwohl wir wenig Geld hatten, durfte ich im Musikverein Schlagzeug lernen. Im Verein spiele ich bis heute, inzwischen allerdings nicht mehr in dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin. Mein Hobby habe ich zum Nebenberuf gemacht. Man sagt, ein Hobby ist ein Hobby, wenn es Geld kostet. Meins bringt Geld, also ist es wohl eher keins mehr. Passives Einkommen ist ja schon toll, aber Hobby zum Beruf ist nochmals deutlich besser: Es macht Spaß, es bringt Geld, und die Zeit ist schön. Davon leben könnte ich bei Weitem nicht, die Einnahmen sind zu gering und die Auftritte zu unregelmäßig, und an Corona denken wir besser nicht. Aber mit der Band auf der Bühne zu stehen, ist mehr als einem Hobby nachzugehen oder Geld zu verdienen. Aber von nichts kommt auch da nichts: Üben als Kind, Zeitaufwand, und auch mal spielen, wenn es mal nicht passt, man sonst Stress hat oder einfach nur mal am Wochenende chillen möchte.
Immobilien
Ich wohne seit vielen Jahren im eigenen Haus mit Einliegerwohnung, die an Verwandte vermietet ist. Auf dem Dach läuft seit 2012 eine Photovoltaikanlage, die bis 2032 Geld bringt, so passiv, dass ich oft vergesse, dass jeden Monat Einnahmen kommen.
Als Kind habe ich erlebt, wie Land als Geldspeicher herhalten musste, wenn Schulden zu tilgen waren. Vielleicht gefällt es mir deshalb, Land zu besitzen. Von der Landwirtschaft blieb für mich ein unerschlossenes Grundstück. Das betreibe ich seit gut zehn Jahren als Stellplätze für Wohnwagen, Parkplätze für Mieter, die zu Hause keinen Platz haben. Vorher hatte ich es komplett an verschiedene Pächter verpachtet, mit durchweg schlechten Erfahrungen. Also habe ich das Risiko geteilt: mehrere kleine Flächen für einzelne Wohnwagen statt eines großen Vertrags und damit eines Klumpenrisikos. Eine Halle wäre ertragreicher, aber auch riskanter, bisher sah ich keinen Anlass.
Auf der Suche nach weiteren Flächen fand ich nur Grünland oder Landwirtschaft. Baugrundstücke für Stellplätze sind zu teuer. Aber Grundstücke zu kaufen und zu verpachten hat sich als stark erwiesen: Mittlerweile sind es fünf, die Pachten sind solide und liegen weit über dem, was eine normale Wohnimmobilie bringt. Dazu habe ich Vertragsfreiheit und als Verpächter mehr Rechte als ein Vermieter von Wohnraum. Alles dazu steht auf der Seite Immobilien als Kapitalanlage und in den Stellplatz-Erfahrungen.
Was finanzielle Unabhängigkeit für mich heißt
Arbeiten können und dürfen statt müssen. Arbeit ist eine Option, keine Verpflichtung mehr. Man ist gelassener und eher bereit, die eigene Meinung und Sichtweise zu vertreten, weil man nicht angewiesen ist und das Verhältnis jederzeit beenden könnte. Im Kopf legt sich ein Schalter um: Ich bestimme. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Dazu gehören Zeitfreiheit, Ortsfreiheit, weniger finanzielle Sorgen und ein selbstbestimmtes Leben.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ich kann heute auch auf einen Mieter verzichten, wenn mir mein Bauchgefühl sagt, dass wir besser darauf verzichten sollten. Ich bin nicht mehr abhängig, weil ich mit meinem Einkommen auf vielen Beinen stehe, nicht nur auf zweien. Das ist mein Antrieb, und deshalb steht es als Überschrift auf der Startseite.
Meine Fehler
Fehler mache ich auch jetzt noch immer wieder. Mein größter: Ich habe sehr spät mit dem Investieren angefangen. Dazu kamen gravierende Fehlinvestitionen. Besser wäre gewesen, früher anzufangen und Fehler zu vermeiden. Aber war es ein Fehler oder ein Stück meines Wegs? Es ist, wie es ist, und ich mache das Beste daraus. Mehr dazu im Beitrag Mein größter Fehler am Kapitalmarkt. Ich empfinde zunehmend Demut und Zufriedenheit für das, was mir das Leben geschenkt hat, nicht für das, was es mir vorenthalten hat: die Freiheit, zur Arbeit zu gehen oder nicht, die Gabe, mich für vieles begeistern zu können, ein Dach über dem Kopf und keine Geldsorgen.
Warum es Kapitalfuchs gibt
Ich bin dort angekommen, wo ich sein wollte und wo weder ich noch mein Umfeld mich vor wenigen Jahren gesehen hätten. Ich habe als Kind und bei der Polizei erlebt, wie fehlende Finanzbildung und das falsche Mindset Familien und Leben zerstören können. Wie bei der Polizei will ich auch hier Menschen helfen: denen, die bei null anfangen, die sich nicht unterkriegen lassen und die etwas Gutes bewirken wollen. Mein Wissen und meine Erfahrung gebe ich hier weiter.
Was mich von vielen Finanzbloggern unterscheidet: echtes Wissen und echte Erfahrung. Ich habe bei null angefangen. Mein gutes Polster habe ich durch harte Arbeit, teilweise Verzicht, das richtige Mindset und Bodenständigkeit erreicht, nicht durch Glück oder einen Trick. Ich bin ehrlich und habe ein Gewissen.
Familie
Über meine Familie schreibe ich nicht viel, sie und ihre Privatsphäre sind mir wichtig, und ich schütze sie. Ich habe Kinder und weiß, wovon ich schreibe, wenn es um Kinder und Jugendliche geht.
Transparenz
Keine Beratung: Ich bin weder Anlage- noch Steuerberater und biete keine individuelle Beratung an. Was hier steht, ist meine Erfahrung und allgemeines Wissen, mit Quellen belegt, wo es geht.
Einnahmen: Mit dieser Website verdiene ich aktuell nichts. Wenn ich sehe, was Profis immer noch falsch beraten, spiele ich allerdings mit dem Gedanken, hier eine Verdienstmöglichkeit aufzubauen, möglicherweise auch mal als Honorarberater zu arbeiten. Sollte es dazu kommen, lege ich das offen, kennzeichne es klar und trenne es von den Inhalten.
Korrekturen: Fehler, die du findest, korrigiere ich offen. Schreib mir über den Kontakt.
Warum kein Foto: Als Kriminalbeamter möchte ich im Netz nicht mit Gesicht auftauchen. Das schützt meine Familie und die Arbeit bei der Kriminalpolizei. Deshalb steht der oben diese Illustration, stellvertretend für mich.
Interviews und Kooperationen
Für Interviews, Podcasts, Gastbeiträge und Kooperationen bin ich grundsätzlich offen, solange sie zu meiner Haltung passen: ehrlich, bodenständig, ohne Versprechen von schnellem Reichtum. Schreib mir gern über den Kontakt.
Wo du anfängst
Vermögen aufbauen · Geld sparen · Immobilien · Steuern · Finanzpsychologie · Finanzplanung in jeder Lebensphase · Finanzen für Beamte
Meine Geschichte stützt sich auf meine Erlebnisse und eigene Erfahrungen, einige Punkte lassen sich nachlesen. Die Wehrpflicht, die für mich durch den Polizeidienst entfiel, wurde 2011 ausgesetzt, die bpb erklärt, wie sie funktioniert. Wie lange die Einspeisevergütung meiner Photovoltaikanlage läuft, steht bei photovoltaik.info. Was fehlende Finanzbildung kosten kann, zeigt die Anlagebetrug-Checkliste der Polizei. Wenn ich irgendwann beraten sollte, dann als Honorarberater, wie Stiftung Warentest ihn beschreibt. Als Beamter beachte ich die Regeln zur Nebentätigkeit in Art. 81 BayBG.
Zuletzt aktualisiert: November 2026
